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Informationen für medizinische Fachkräfte

Endobon®

Endobon® ist eine natürliche, osteokonduktive Hydroxylapatitkeramik, die sich aufgrund ihres interkonnektieren Porensystems besonders gut als Knochenersatzmaterial eignet.

Der neugebildete Knochen kann direkt auf der Keramikoberfläche wachsen und das Implantat entlang des Porensystems durchbauen. Dadurch kommt es zu einer stabilen ossären Integration des implantierten Endobon® in den natürlichen Knochen.

Endobon® hat sich im klinischen Einsatz seit über 10 Jahren als Knochenersatzmaterial zur Versorgung von gelenknahen Impressionsfrakturen bewährt. Speziell bei der operativen Versorgung von Frakturen ist Endobon® schnell verfügbar und problemlos einsetzbar. Die Operations- und Narkosezeiten werden nicht zusätzlich verlängert und potentielle Komplikationen bei der Entnahem autologer Spongiosa entfallen.


Merkmale

  • osteokonduktive Hydroxylapatitkeramik
  • interkonnektierendes Porensystem
  • Porengröße 100-1.500 µm
  • vollständig deproteiniert
  • klinisch belegte Biokompatibilität
  • klinisch belegte Langzeitergebnisse
  • Augmentation mit autologer Spongiosa, Knochenmarksaspirat, Blut oder PRP (GPS™ System) möglich
  • verschiedene Formkörper (Blöcke, Zylinder) und Granulate erhältlich

Das Material
Endobon® wird in einem zweistufigen Hochtemperaturprozess hergestellt:
1. Pyrolyse bei über 900 °C
2. Sinterung bei über 1.200 °C
Dieses Verfahren führt zur Verbrennung allen organischen Materials im Knochen und sichert damit die vollständige Zerstörung und Entfernung aller potentieller Krankheitserreger aus dem Ausgangsmaterial.
Die innere Struktur des Endobon® mit seinen Mikro- und Makroporen ermöglicht es dem neugebildeten Knochen das Implantat komplett zu durchbauen. Dabei kommt es zur stabilen ossären Integration des implantierten Endobon®. Die natürliche Herkunft des Ausgangsmaterials bedingt die Porosität (45-85 Vol.%) und Dichte (0,4-1,6 g/ml) der Hydroxylapatitkeramik.

Die Indikationen
Endobon® ist zur Auffüllung und Rekonstruktion von nicht-infizierten, metaphysären, spongiösen Knochendefekten bestimmt. Diese Knochendefekte können durch ein Trauma, einen gutartigen Tumor oder einen chirurgischen Eingriff entstanden bzw. angeboren sein.
Die Formkörper (Blöcke, Zylinder) eignen sich besonders zur Defektfüllung unterhalb von lasttragenden Gelenkflächen, z.B. nach Tibiaplateaufraktur. Das Granulat hingegen ist besonders zur Füllung von irregulär geformten Defekten geeignet, z.B. nach Ausräumung von Knochenzysten.
In Abhängigkeit von der Indikation ist eine korrekte Reposition und adäquate Osteosynthese wie bei der Anwendung von autologem Knochentransplantat durchzuführen.

Bewährte Indikationen für Endobon®:

  • Tibiaplateaufraktur – Blöcke, Zylinder
  • Calcaneusfraktur – Blöcke, Zylinder
  • distale Radiusfraktur – Granulat
  • Knochenzyste – Granulat

Literatur:
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